Notwendigkeit zur Transformation

„Ich weiß nicht ob es besser wird, wenn es anders wird.
Aber ich weiß, dass es anders werden muss, damit es besser werden kann“
(Georg Christoph Lichtenberg) 

Bei all meinen Tätigkeiten in Coaching, Organisationsentwicklung oder Kulturtransformation beobachte ich immer wieder ein großes, kollektives Muster: wir sind abgetrennt von uns, d.h. unserem SEIN!

Wir LEBEN nicht mehr wirklich bzw. sind kein Leben. Stattdessen verharren wir in unseren Fixierungen, Routinen, Strukturen, Mustern, Glaubenssystemen und engen uns und unser Wirken damit stark ein.

 

Was ist mit all den Möglichkeiten neben den eingegrenzten Wirklichkeiten?

„Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben,
die alten Küsten aus den Augen zu verlieren“
(André Gide)

Wir tragen sehr häufig alte Bilder vom Umgang mit uns selbst (Selbst-Management oder -Steuerung) und auch von Management in Organisationen in uns. Vieles treibt im „Command & Control“ Modus – individuell wie auch im Unternehmenskontext. Immer wieder noch mehr, noch weiter, noch härter, noch höher usw. Immer mehr Komplexität und Informationen. Wir ersaufen darin. Und doch fehlen uns innere Stimmigkeit sowie Klarheit in unserem Sein und bei unseren Entscheidungen.

 

Unzufriedenheit, innere Unruhe, fehlende Motivation, schlechte Gewohnheiten oder auch Ineffizienz, Intransparenz und viele weitere Ausprägungen sind das Ergebnis davon.

“The Problem is not the Problem – coping is!”
(Virginia Satir)

Die Art wie Menschen mit sich selbst umgehen und auch der gegenwärtig sichtbare Zustand in Organisationen (man könnte auch sagen in unserer Weltwirtschaft), ist ein Spiegelbild unseres Bewusstseins bzw. unseres inneren Seins. Und diese inneren Phänomene wirken auf unser Tun im Außen.

 

Wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, dann ist es langsam an der Zeit, einige Facetten des Lebens, privat wie auch beruflich, anders zu gestalten. Mehr vom Selben (Denken, Fühlen, Handeln) bringt auch wieder mehr vom Selben (Ergebnis). Anders ausgedrückt bin ich der Meinung, dass wir neue Welt- und Menschenbilder, neue Formen des Miteinanders sowie auch neue Formen des Umgangs mit uns selbst dringend benötigen.

Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt“

(Konfuzius)

Transformationsprozesse sind Teil des Lebens. So „steht’s im Bauplan“, ob es uns nun gefällt oder nicht. Warum dann im Alten verharren, weiter warten und im Leid oder Stress baden? Leben ist ein permanenter Prozess des Werdens und Vergehens mit all seinen Höhen und Tiefen. Wir alle wissen, dass das normal ist. Es ist uns oft nur leider nicht wirklich bewusst, wenn wir grade selbst „irgendwo drinstecken“ oder anstehende Veränderungen konsequent ignorieren.

 

Die Zeit für einen Paradigmenwechsel ist gekommen. Dafür brauchen wir ein klaren, erkennenden und wachen Geist sowie ein warmes, verbindendes und wertschätzendes Herz. Dadurch wird Energie freigesetzt, die imstande ist, alte Fixierungen, Muster oder Strukturen aufzubrechen und einen Transformationsprozess auszulösen und auch zu tragen.

“Unter jeder Ruine ist ein Schatz verborgen – Grabe nach dem Schatz”
(Rumi)

Es geht dabei nicht darum, das Alte einfach abzureißen und wegzuschmeißen. Das Alte hatte seine Zeit, seine Funktion und auch seine Daseinsberechtigung. Dafür darf es wertgeschätzt werden und ihm gebührt Dank. Gleichzeitig gilt es daraus gut zu lernen und mit dem neu Entstehenden zu harmonisieren. Und vielleicht braucht es an der ein oder anderen Stelle auch ein „Abschneiden alter Zöpfe“.

 

Anders gesagt: Prozesse zur Auflösung alter Ordnungen interagieren parallel zu aufbauenden Entwicklungen und bieten wunderbare Chancen und neue Inspirationen.

„Die Quelle braucht nicht nach dem Weg zu fragen“

Zentral für meine Arbeit ist die Perspektive, wie der Umgang mit einer Situation UND auch der Übergang ins Neue gut und stimmig gestaltet werden, sodass man dabei wunderbar-bestmöglich SEIN kann?

 

Am besten gelingt alles, wenn man gut mit sich selbst UND mit anderen verbunden ist. Sodass es leicht wird und fließt, dass tiefe Räume entstehen zur Entfaltung von Potential, zur Entwicklung von Vertrauen und für wertschätzende und unterstützende Begegnungen. Räume, in denen sich das zeigt, was ist und was werden will.